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Strahlenkranz aus Chrom: Ein vergessenes Designerbe der Automatenwelt

Von Die Redaktion · 3. September 2026

Anlass / Quelle: SlotCatalog

Strahlenkranz aus Chrom: Ein vergessenes Designerbe der Automatenwelt

Strahlen aus poliertem Metall

Ein neues Slot-Release erinnert an ein vergessenes Designerbe

Ein neues Online-Release mit dem Titel Starburst bringt dieser Tage ein Motiv zurück auf den Bildschirm, das auf den ersten Blick simpel wirkt: Strahlen, die aus der Mitte nach außen schießen und sich zu funkelnden Sternformen bündeln, begleitet von Farbverläufen in Türkis und Violett. Uns interessiert dabei weniger die Animation selbst als die Frage, woher dieses Strahlenmuster eigentlich stammt, denn es ist deutlich älter, als es am Bildschirm wirkt.

Das sogenannte Starburst- oder Sunburst-Muster entstand in den fünfziger und sechziger Jahren als fester Bestandteil der Space-Age-Ästhetik. Uhren, Lampen, Hausfassaden und vor allem Automatenverkleidungen wurden mit genau diesen strahlenförmigen Linien verziert, die Aufbruchsstimmung und technischen Fortschritt symbolisieren sollten. Wer damals ein Wohnzimmer modern einrichten wollte, kam an gebürstetem Metall mit Strahlenkranz kaum vorbei, und die Automatenhersteller griffen den Trend begeistert auf.

An klassischen Geldspielgeräten jener Zeit findet sich das Muster meist rund um das Walzenfenster, gestanzt aus dünnem Chromblech oder Aluminium und mit feinen Linien versehen, die das Licht der Spielhalle einfingen. Diese Strahlenkränze hatten einen klaren Zweck: Sie sollten den Blick sofort auf die Walzen lenken, noch bevor überhaupt eine Münze eingeworfen wurde, ganz ähnlich wie es die heutigen digitalen Lichtblitze bei einem Gewinnbild tun.

Auch die Reklameschilder über den Automatenreihen setzten auf strahlenförmig angeordnete Glühbirnen, die im Wechsel aufleuchteten und so einen pulsierenden Fächer aus Licht erzeugten. Wer heute ein Bildschirmspiel mit funkelnden Strahleneffekten sieht, blickt im Grunde auf eine digitale Übersetzung dieser alten Lichterketten, nur dass Strom und Choreografie längst von Software statt von mechanischen Relais gesteuert werden.

Zwischen Werkstatt und Wohnzimmer

Was das Strahlenmuster für Sammler heute bedeutet

In der Sammlerszene gelten die gestanzten Chromapplikationen der Sunburst-Ära als kleine Kunstwerke für sich. Sie wurden meist einzeln aufgenietet, bestehen aus sehr dünnem Material und neigen deshalb zu Dellen, Kratzern und dem gefürchteten grauen Belag, der entsteht, wenn die Chromschicht über Jahrzehnte porös wird. Ein Gehäuse mit vollständigem, unverbogenem Strahlenkranz gilt entsprechend als besonderer Fund.

Die Restaurierung solcher Applikationen verlangt Fingerspitzengefühl, denn zu aggressives Polieren trägt die dünne Chromschicht vollständig ab und legt das darunterliegende Metall bloß. Erfahrene Werkstätten arbeiten deshalb mit mehreren Polierstufen und sehr wenig Druck, manchmal ergänzt um vorsichtiges Ausbeulen von Hand, bevor überhaupt an Hochglanz zu denken ist.

In unserer eigenen Sammlung zeigt sich dieses Erbe besonders deutlich an Gehäusen im Vegas-Stil, deren Front bewusst auf glänzende, strahlenförmige Elemente setzt, etwa bei dem Modell, das wir unter /produkt-las-vegas führen. Wer Freude an funkelnden Facetten hat, findet mit /produkt-crazy-diamonds ein weiteres Gehäuse, das denselben Wunsch nach Glanz und Lichtspiel auf eigene Weise fortführt.

Für die Aufstellung zu Hause lohnt sich ein Blick auf die Beleuchtung, denn ein Strahlenkranz entfaltet seine Wirkung erst im streifenden Licht. Eine seitlich angebrachte Lampe lässt die feinen Linien aufblitzen, während direktes Deckenlicht das Muster flach und leblos wirken lässt. Sammlerinnen und Sammler experimentieren hier gern mit unterschiedlichen Lichtquellen, bis der Chromkranz genau so funkelt wie einst in der Spielhalle.

Bemerkenswert ist, wie unbewusst heutige Studios auf denselben Formenschatz zurückgreifen wie die Blechpresser der Nachkriegszeit. Ob Starburst, Strahlenkranz oder digitale Konfettiexplosion beim Gewinnbild, das Grundprinzip bleibt gleich: Aus einem Zentrum bricht Licht nach außen, und genau diese Bewegung fasziniert offenbar unabhängig vom Jahrzehnt oder vom Material.

Wer selbst einmal die feinen Linien eines echten Chromstrahlenkranzes unter der Fingerspitze spüren möchte, ist bei uns herzlich eingeladen, die Gehäuse aus der Nähe zu betrachten. Manche Muster wirken erst im direkten Vergleich mit dem digitalen Nachfahren auf dem Bildschirm, wie viel Handwerk in einem einzigen gestanzten Blech aus den Sechzigern steckt.

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